„Final Cut“ von Veit Etzold

Veit Etzold - Final Cut

Veit Etzold – Final Cut

(Ein Klick aufs Bild führt zur Buchseite beim Verlag)

Autor: Veit Etzold
Titel: Final Cut
Erscheinungsdatum: Mai 2012
Medium: Taschenbuch
Verlag: BasteiLübbe
Seitenzahl: 447
ISBN: 978-3-404-16687-9
Genre: Krimi/Thriller

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Über den Autor:
Veit Etzold, geboren 1973 in Bremen, studierte Anglistik, Kunstgeschichte, Medienwissenschaften und General Management in Oldenburg, London und Barcelona. 2005 promovierte er zum Kinofilm „Matrix“. Während und nach seinem Studium arbeitete er für Medienkonzerne, Banken, in der Unternehmensberatung und in der Management-Ausbildung. Veit M. Etzold lebt in Berlin.
(Quelle: Verlag)

Inhalt:
Clara Vidalis, Ermittlerin bei der Mordkommission, hat seit 20 Jahren eine seelische Last zu tragen. Zumindest quält es sie, dass sie glaubt, sie sei Schuld am Tod ihrer jüngeren Schwester gewesen. Aus dem Grund hat sie auch den Beruf gewählt, Schurken hinter Schloss und Riegel zu bringen, in der Hoffnung, denjenigen dabei zu treffen, der das Leben ihrer Schwester beendete, weil sie nicht früh genug bei ihr war.

Doch muss sie sich auch weiterhin dem stellen, was der Alltag mit sich bringt, einen Mörder z.B., der Berlin in Atem hält, der vermeintlich in der Sado-Maso-Szene zu finden ist, der bestialisch foltert und tötet, perfide seine Morde plant und nicht zu letzt Clara als Kontakt ausgewählt hat, um ein noch schlimmeres Spiel zu spielen. Er nutzt die modernen Medien wie Facebook, Youtube, um ein breites Publikum zu erreichen. Zumindest glauben das alle, die mit dem Fall betraut werden. Doch ist der Mörder ihnen immer einen Schritt voraus und scheint sie zu verhöhnen. Die Frage ist, wird Clara mit ihrem Team es schaffen, ihm auf die Schliche zu kommen und ihn stoppen, denn es tauchen immer mehr schrecklich zugerichtete Mordopfer auf, die mehr Fragen aufwerfen, als dass Clara Antworten findet.

Meine Meinung:

Blutiges Spektakel mit zu hoch erhobenem Zeigefinger

Auch hier muss ich gestehen, hab ich mich verleiten lassen. Verleiten, von einem tollen Cover und einer Kurzbeschreibung, die mich glauben ließen, hier hab ich einen –im wahrsten Sinne des Wortes- Reißer in Händen, den Knaller, nach dem wir Thriller-Liebhaber immer suchen. Und es fing auch alles ganz toll an. Ein irrer Killer sucht sich sein(e) Opfer auf Facebook, dem bösen bösen Social-Network, das für uns alle zur Falle wird, in der wir uns verheddern und untergehen… Doch leider war es das dann. Es werden immer wieder Mahnsprüche aufgewärmt, immer wieder wird sehr schulmeisterlich etwas erläutert, was ich so nicht wissen wollte, zumindest nicht hier, an dieser Stelle. Wo gleichzeitig ein paar Seiten weiter in schillernden Farben ein bestialischer Mord beschrieben wird oder eine Auffindesituation einer kunstvoll und mit viel Hintergrundwissen mumifizierten Leiche detailliert vor Augen geführt wird. Da hätte es anders weitergehen sollen, spannender, nicht mit einem wieder erhobenen Finger aufs Reality-TV gerichtete Mahnfingerchen in Form einer TV-/Internet-Show, in der Mädchen wie zur Fleischbeschau präsentiert werden und als Hauptpreis mit dem Gewinner eine Nacht verbringen…. Das hat mir ein ums andere Mal leider nur noch ein Augenrollen entlockt und dann dazu geführt, dass ich hoffte, dass das Buch entweder eine 180-Grad-Drehung vollführt und doch noch zum Kracher wird oder endet. Wirklich schade.

Denn eigentlich steckt wirklich eine Menge guter Story hinter allem, mit vielleicht 100 Seiten weniger Facherläuterungen, Ermahnungen ob der bösen neuzeitlichen Errungenschaften im Internet (sehr kurios, wenn der Autor selbst auf Facebook aktiv ist, wie ich finde!), dem vor Augen führen unserer voyeuristischen Tendenzen im Fernsehen, wenn anderer Leute Blut fließt oder nackte Haut gezeigt wird und schon hätten wir einen prima Thriller gehabt.

Fazit:

Ein Thriller, der eher wie eine deutliche Mahnung an uns Menschen daherkommt, verantwortungsvoller mit den neuen Medien und unseren Mitmenschen zu verfahren, mit viel Blut, Mord und perfide ersonnenem Totschlag versehen, von dem sich jeder vielleicht selbst eine Meinung bilden sollte. Ich bin nach wie vor weder 100 % überzeugt noch abgeschreckt und werde auch das nächste Buch vom Autor lesen.

Bewertung: 4 von 5 Nilpferden

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Ein Kommentar zu “„Final Cut“ von Veit Etzold

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