Paul Cleave „Opferzeit“

Opferzeit ©Sabine Kettschau

Opferzeit
©Sabine Kettschau

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Paul Cleave „Opferzeit“
(2. Joe-Thriller)

Autor: Paul Cleave
Titel: Opferzeit
Ggf. Originaltitel: Joe´s Diary
Ggf. Übersetzer: Frank Dabrock, Alexander Wagner
Erscheinungsdatum: 14.10.2013
Verlag: Heyne
Medium: Taschenbuch
Seitenzahl: 672
ISBN: 9783453437494
Genre: Krimi/Thriller
Preis (UVP):
Hardcover: ./.
Taschenbuch: 9,99 Euro
Hörbuch MP3-CD: 16,99 Euro
Hörbuch-Download: 11,95 Euro
Ebook: 8,99 Euro

Verlagsseite
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Über den Autor/die Autorin:

Paul Cleave wurde am 10. Dezember 1974 in Christchurch, Neuseeland geboren, dem Ort, wo auch seine Romane spielen. Neben dem Schreiben renoviert er Immobilien („Ich kaufe ein Haus, lebe etwa ein Jahr in ihm, während ich es renoviere, und verkaufe es dann“). Dem Fan von Stephen King und Lee Child gelang mit seinem Debütroman Der siebte Tod auf Anhieb ein internationaler Erfolg, der in Deutschland monatelang auf den ersten Plätzen der Bestsellerlisten stand.
(Quelle: Verlag)

Inhalt:

Joe, der debil erscheinende Serienkiller aus „Der siebte Tod“ ist wieder zurück!
Paul Cleave greift die Geschichte auf, ein Jahr nach der Verhaftung von Joe und erzählt alles rund um den Prozess, auf den ganz Neuseeland wartet, die Zeit davor und das was dann kommt, aus den Blinkwinkeln von Joe selbst, Melissa und Schroder. Doch ob es tatsächlich zu dem von allen erhofften Urteil –Todesstrafe für Joe- kommen wird, das ist noch lange nicht sicher. Es gibt einige Kräfte, die da anscheinend etwas gegen haben. Und als Joe auf dem Weg zum Gericht entkommen kann, ist der Teufel los! Auf einmal sieht sich Christchurch, sehen sich die Menschen mit gleich zwei Serienmördern konfrontiert. Denn Joes große Liebe, Melissa X, verfolgt ihre ganz eigenen Pläne und dabei geht sie buchstäblich über Leichen.

Ob Schroder und seine Mannen das Morden aufhalten können muss sich zeigen. Und auch, ob der Gerechtigkeit genüge getan wird…

Meine Meinung:

Joe is back

Wieder mal ein Buch, auf das wir Fans lange warten mussten. Sehr lange. Es ist fast schon nicht mehr wahr, so lange ist es her, dass ich „Der siebte Tod“ gelesen habe. Und „damals“ war es so, dass ich relativ allein auf weiter Flur mit meiner Begeisterung war. Ich fand die Story toll, die Figur des Joe unheimlich komplex und fesselnd, andere fandens eher langweilig, nichtssagend… Nun gut, jetzt gab es die heiß ersehnte Fortsetzung und was soll ich sagen? Es hat mich wieder gepackt. Bei einigen Flashbacks, die der Autor eingebaut hat, um einige Punkte der vorangegangenen Ereignisse wieder in den Focus zu lenken, war alles sofort wieder da. Damit hatte ich nun so nicht gerechnet, aber umso besser!

Joes Erzählungen, das Aufarbeiten seiner eigenen, durch schweren Missbrauch gezeichneten Jugend, ganz mit seinen Worten, war erschütternd, erklärt so einiges, aber entschuldigt nichts. Aber man wundert sich über gewisse Verhaltensweisen eben umso weniger, wenn man weiß, was ihm widerfahren ist. Genau, wie bei Melissa X, die auch nicht immer nur auf Rosen gebettet war.

Das ist das fiese an solchen Büchern, streckenweise wird man da eingelullt, mit brutalsten Szenen aus dem Leben der Figuren konfrontiert, wo man Mitleid bekommt, und dann, dann wird gleich hinterher geschildert, wie diese bemitleidenswerte Person jemand anderen kaltblütig umbringt, weil er zu nichts mehr nutze ist einfach, er hat das erledigt, was man wollte und tschüß! Das ist die Kunst, um einen umzuhauen, was dem Autor auch hier wieder perfekt gelungen ist, meiner Meinung nach.

Auch hier gibt es wieder so einiges, was für zartbesaitete Leser nicht geeignet ist, von daher würde ich es mir wirklich gut überlegen, ob ich das Buch lese, falls jetzt jemand sich angesprochen fühlt… Man muss schon wirklich brutalst geschildertes ertragen können, was einem auch schon mal den Magen zusammenzieht, ansonsten würde ich mich einem anderen Stoff zuwenden!

Dito würde ich sagen, man muss „Der siebte Tod“ gelesen haben, um überhaupt zu wissen, mit welchen Figuren man es hier zu tun hat, wer hier welche Rollen besetzt, wen man zu fürchten hat, wem man gedanklich Unterstützung bieten sollte und eben, welche Geschichte, ja, auch welcher Humor sich teilweise hier offenbaren könnte. Dann hat man eine Menge Lesespaß!

Einen Kritikpunkt habe ich aber. Es hätte für mich ausgereicht, wenn das Buch 100 Seiten weniger gehabt hätte, bzw. dem Buch hätte es gut getan, wenn einige Längen nicht eingebaut gewesen wären. Ja, ich liebe wirklich dicke Wälzer, aber nur dann, wenn auf den fast 700 Seiten auch durchgehend oder sagen wir mal zu 98 % was geboten wird und nicht Seiten mit heißer Luft, mit für die Geschichte nicht wirkliche relevanten Dingen vollgepfropft sind. Deswegen gibt’s auch ein Nilpferd Abzug.

Fazit:

Ein typischer Cleave-Thriller, der die Geschichte von Joe fortführt, eher etwas für Fans des Stils, mit Sinn für Humor an unmöglichen Stellen und vor allem für Leser, die „Der siebte Tod“ schon kennen. Ich bin überzeugt, bis auf die unnötige Länge, deswegen gibt es von mir 4 von 5 Nilpferden!

Danke an Heyne für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Diese Rezension ercheint auch hier:
www.lovelybooks.de
www.amazon.de
www.mayersche.de
www.buecher.de
www.buch.de
http://www.rezi-online.de/
www.wasliestdu.de
www.kriminetz.de
www.mycrits.de
Weitere Titel des Autors/der Autorin:
Der Siebte Tod (1. Joe-Thriller)
Die Stunde des Todes
Die Toten schweigen nicht
Der Tod in mir
Die Totensammler
Das Haus des Todes

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Ein Kommentar zu “Paul Cleave „Opferzeit“

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