Sven Koch „Dünengrab“

Dünengrab ©Sabine Kettschau

Dünengrab
©Sabine Kettschau

 

 

 

 

 

 

Sven Koch „Dünengrab“
(1. Fall für Femke Folkmer)

Autor: Sven Koch
Titel: Dünengrab
Erscheinungsdatum: 01.08.2013
Verlag: Knaur TB
Medium: Taschenbuch
Seitenzahl: 416
ISBN: 978-3426513224
Genre: Krimi/Thriller
Preis (UVP):
Hardcover: ./.
Taschenbuch: 8,99 Euro
Hörbuch: 23,23 Euro (Download, ungek. Fassung)
Ebook: 3,99 Euro

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Über den Autor/die Autorin:

Sven Koch, geboren 1969, arbeitet als Redakteur bei einer Tageszeitung. Auch als Fotograf und Rockmusiker hat er sich einen Namen gemacht. Sven Koch lebt mit seiner Familie in Detmold.
(Quelle: Verlag)

Inhalt:

Werlesiel, ein beschaulicher Ort an der Küste, mit steifen Brisen, nordischem Charme und urigen Menschen. Eine Idylle, wie man sie sich im Urlaub an der Nordsee wünscht. Doch dann gerät mit einem Schlag dieses Postkartenbild ins Wanken. Femke Folkmer, die Chefin der kleinen Polizeiinspektion in Werlesiel, im Ort aufgewachsen und dort verwachsen, sieht sich plötzlich mit dem sehr mysteriösen Verschwinden einer jungen, lebenslustigen Frau konfrontiert und dann dem Fund dreier Gräber in den nebelverhangenen Dünen, jedoch ohne dass die Vermisste dort auftaucht. Hinzu kommt ein zurückgezogen lebender, bereits einmal unter Verdacht der sexuellen Belästigung geratener Mann, der von niemandem dort ernst genommen, aber gleich als Verdächtiger herhalten muss. Und dann taucht auch noch Femkes Idol der Polizeiarbeit, Tjark Wolf, auf und verdreht ihr den Kopf, bevor die große Ernüchterung über alle kommt. Und der Küstennebel verdeckt klare Spuren und macht es schwer, sich zu orientieren. Doch eiskalte Hände strecken sich nach den Menschen im Dorf aus und Femke kommt einer ungeheuerlichen Geschichte immer näher. Vielleicht kommt sie einem bestimmten Menschen und seiner geheimnisvollen Vergangenheit gar zu nah…

Meine Meinung:

Wenn der alles verdeckende Nebel sich lichtet

Sven Koch ist mir als Autor von „Purpurdrache“ bereits ein Begriff gewesen und ich hatte mich auf „Dünengrab“ sehr gefreut. Und wurde auch nicht eine Sekunde enttäuscht!

Ich liebe die Nordsee, die Küstenregionen, fühle mich dort wohl und so war es auch wirklich zu schön, sich kunstvoll von den Nebelschwaden umgarnen zu lassen, die der Autor virtuos um den Leser wabern lässt! Man riecht das Meer, den Fischerhafen, sieht die Reetdächer, Dünenlandschaften, fühlt den Wind auf der Haut und möchte am liebsten gleich alles stehen und liegen lassen und sich an Femkes Seite mit in die Ermittlungen stürzen. Doch dann kommt Tjark Wolf, oder sollte man sagen, er erscheint. Dank eines Buches, dass ihm zu zweifelhaftem Ruhm und Neidern verholfen hat, nunmehr eher ein Star bei der Polizei, als ein ernst genommener Ermittler, wird er immer in Femkes Augen entzaubert, die dem idealisierten Bild, dass sie sich selbst erschaffen hat von ihm, schon nachtrauert. Doch stellt sich im Zuge der für mich hochspannenden Ermittlungen heraus, dass sie doch sehr gut zusammenarbeiten und Tjark es auf seine doch sehr kühle Art versteht, Femkes Talente zum Glühen zu bringen. Und ja, das Prickeln zwischen den beiden tut sein Übriges!

Zum genaueren Inhalt möchte ich mich wirklich nicht äußern, um nicht zu viel zu verraten, die Geschichte steigert sich permanent, stetig auf, die Spannung wächst, es mangelt auch nicht an vermeintlichen Verdachtsmomenten, doch welcher weist einem den rechten Weg? Ich glaube, ich habe mich ein paar Mal irreleiten lassen, aber gerne so im Nachhinein betrachtet. Der Nebel hat mich ein wenig konfus werden lassen, blindes Vertrauen dem Autor entgegenbringen lassen und dann…Sackgasse! Aber das war es wert!

Diese Story hat alles. Eine Prise nordischen Humor, der harsche Wind, der einem dort um die Nase weht, der Nebel, der einen in die Irre führen mag, stürmische See, zärtlicher, sanfter Sonnenschein…und alles gewürzt mit einem doch manchmal ein wenig gruseligen Fall, perfekter Krimispaß einfach!

Hätte mir vorher einer gesagt, dass ich die Geschichte fast inhaliere, ich weiß nicht, ob ich’s geglaubt hätte. Zu viele Leute haben mir vorher gesagt, dass die Story nicht so der Burner wäre. Ihr liegt völlig falsch! Das war ein klassischer Pageturner, der einen zurücklässt mit dem Wunsch, es möge flott weitergehen! (tut es ja auch!)

Fazit:

Krimi zum Genießen, nordisch kühl, aber an den richtigen Stellen, um eine tolle Gänsehaut zu erzielen, mit dem Wunsch, die Figuren wiederzusehen! Ich kanns nur empfehlen und freue mich auf die Fortsetzung!

Bewertung: 5 von 5 Nilpferden

Danke an Knaur TB für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Diese Rezension ercheint auch hier:
www.lovelybooks.de
www.amazon.de
www.mayersche.de
www.buecher.de
www.buch.de
http://www.rezi-online.de/
www.wasliestdu.de
www.kriminetz.de
www.mycrits.de
www.droemerknaur.de

Weitere Titel des Autors/der Autorin:

Purpurdrache (meine Rezension/Gastrezension)
Brennen muss die Hexe
Totenmond
Dünentod (2. Femke-Folkmer-Fall)

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Ein Kommentar zu “Sven Koch „Dünengrab“

  1. Pingback: Sven Koch “Dünentod” | Das Niliversum

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