Cassandra Negra „Die Lust des Bösen“

Die Lust des Bösen ©Sabine Kettschau

Die Lust des Bösen
©Sabine Kettschau

 

 

 

 

 

 

Cassandra Negra „Die Lust des Bösen“

Autor: Cassandra Negra
Titel: Die Lust des Bösen
Erscheinungsdatum: 30.04.2013
Verlag: Jerry Media
Medium: Broschiert/Softcover
Seitenzahl: 476
ISBN: 978-3952390603
Genre: Krimi/Thriller
Preis (UVP):
Hardcover: ./.
Taschenbuch/broschiert 14, 95 Euro
Hörbuch: ./.
Ebook (Kindle-Edition) 9,99 Euro

Verlagsseite
Die Autorin bei Facebook

Trailer:


Über den Autor/die Autorin:

Cassandra Negra,
ist der Künstlername einer in der Nähe von Weimar geborenen, promovierten Wissenschaftlerin. Sie ist Geschäftsführerin eines Familienunternehmens und lebt in Zollikon-Zürich.
(Quelle: Verlag)

Inhalt:

Lea Sands ist Profilerin. Sie ist unkonventionell, liebt ihr Motorrad und macht nach Außen nicht den Eindruck einer jungen, verletzlichen Frau. Sie hat einen hellwachen Verstand und liebt ihren Job, sie will Verbrecher jagen, ihre Motive ergründen.

Was ihr nun in Berlin direkt als ihr erster Fall auf den Tisch kommt, ist alles andere als leichter Tobak. In den Katakomben von Hitlers altem Fahrerbunker wird eine zur Schau gestellte Frauenleiche entdeckt, es scheint ein gewisses Ritual dahinter zu stecken. Offensichtlich wird dies, als kurz darauf eine zweite Leiche, ähnlich drapiert, aufgefunden wird. Schnell wird eine Verbindung zum rechten Lager hergestellt. Doch bei aller Offensichtlichkeit bleibt die Frage, ob dies eine falsche Spur ist, die gelegt wurde, um vom eigentlichen Täter abzulenken.

Gleichzeitig bringt eine schicksalhafte Begegnung Lea aus dem Konzept. Sie lernt den charismatischen Spitzenkandidat der Nationalpartei kennen, Jack Braun. Es entwickelt sich eine prickelnde Affäre zwischen ihr und Jack und die Gefahr, er könnte hinter den grausamen Morden stecken, scheint einen Teil dieser aufregenden Amour Fou auszumachen und dies erschreckt Lea auf eine gewisse Art und Weise.

Sie wird in einen Gewissenskonflikt gestürzt und muss sich dennoch, bei all den widerstreitenden, den Geist umnebelnden Gefühlen, auf den Fall konzentrieren, denn ein weiteres Menschenleben darf nicht in Gefahr geraten. Dies würde den Ruf der Polizei und erst recht Leas Ruf selbst in Mitleidenschaft ziehen.

Doch wenn Jack etwas damit zu tun hat, ist Lea selbst in Gefahr. Aber sie kann sich ihm und seinem Werben, seiner Körperlichkeit nicht entziehen…

Meine Meinung:

Keine leichte Kost!

Dies muss ich statt als Fazit, gleich zu Beginn los werden: Wer sich für dieses Buch entscheidet, muss sich darüber im Klaren sein, dass er hier kein 08/15-Thrillerchen in Händen hält, den man mal eben so liest, ohne groß nachzudenken, quasi als nichtssagendes Häppchen. Das wird nicht funktionieren.

Allein die Geschichte um den Fahrer(jawohl, nicht Führer!)-Bunker habe ich als hochinteressant empfunden. Ich wusste bis dato nicht mal, dass es ihn gibt! Und da behaupte ich doch immer, dass mein Mann und ich schon fast alle Hintergrundberichte, Reportagen oder Dokus über das Thema Hitler und alles, was es dazu gibt, gesehen zu haben. Und dann…nun… es ist doch toll, wenn ein Buch einem noch etwas offenbart, womit man gar nicht rechnet. Wissen, dass einen auch jenseits des Unterhaltungspfad noch mitnehmen kann.

Da wir in Zeiten von Google leben, habe ich genau dort mal gesucht und bin fündig geworden. Wer also auch Interesse an dem Thema hat, bitte sehr, auf der Seite „Berliner Unterwelten“  gibt es einiges wissenswertes zu entdecken! Wenn man dann nicht nur das geschriebene Wort, sondern die Örtlichkeiten mal vor Augen hatte, dann denke ich, dass einem an bestimmten Stellen auch eine Gänsehaut überkommt!

Zur Geschichte hinter der Geschichte sei damit erst mal alles gesagt, sie ist nicht einfach, man muss schon mitdenken, vielleicht auch etwas Wissen schon mitbringen, da es einen Teil der Story nun mal ausmacht. Und man muss die Bereitschaft haben, sich damit auseinanderzusetzen und darf sich nicht ablenken lassen. Die Gefahr besteht leider auch!

Es fängt alles auch wirklich wie ein „normaler“ Thriller an. Man lernt die Figur Lea kennen, mit ihrem Motorrad und wie sie so tickt. Tough, jung, wissbegierig, eine Frau, wie ich sie mag! Kein kleines Weibchen, dass männliche Hilfe nötig hat. Auch wenn sie natürlich vor dem Antritt ihres Jobs nervös ist. Wer wäre das nicht! Aber sie schlägt sich gut.

Und dann wird sie gleich mit einem Mord konfrontiert, der auch ihrem Magen einiges abverlangt. Aber dem des Lesers auch! Also gleich noch eine Warnung. Es wird niemand geschont, wenn die Auffindesituation der Opfer beschrieben wird. Wenn ich die Augen geschlossen habe, sah ich es vor mir. Nun, mich interessiert allerdings auch so was und schockt mich nicht zwingend…

Und dann tritt Jack auf. Jack haut Lea ja offensichtlich um. Die Erotik springt einen förmlich an. Und ich muss sagen, ich habe nicht in diesem Buch damit gerechnet!!! Ganz klar, da kommt einiges dann sehr klar ans Tageslicht, wo man sagen sollte, kein Buch für Jugendliche! Zumindest sehe ich das so! Ich war wie schon gesagt, einfach nur überrascht, aber nicht negativ! Es passte gut dazu, in welchen Konflikt es Lea stürzt, als der Verdacht auf ihren Liebhaber, der ja nun mal der Spitzenmann einer „rechten“ Partei ist, fällt. Da kann man sich gut vorstellen, welchen Gewissenskonflikt das bei ihr auslöst. Und wie schwer es sein muss für sie, sich der Anziehungskraft dieses ganzen Kerls zu entziehen. Ich möchte da nicht mit ihr tauschen!

Die Geschichte birgt also einiges an explosivem Material, ist so voll mit Spannung an allen möglichen Ecken und Kanten, dass es wirklich keine Story ist, die sich zwischen ein paar Zeilen abhandeln lässt. Aber ich möchte einfach nicht zu viel der Geschichte wegnehmen, nur eben vermitteln, dass es ein komplexes Buch ist, kein leicht dahin geschriebener Thriller, den man zum Abschalten nutzen kann oder zwischen „Suppe und Kartoffeln“ lesen sollte, dann bekommt man garantiert nur die Hälfte mit!

Fazit:

Nichts für Leute, die „mal eben“ was lesen wollen, keine leichte Lektüre. Viel eher in einem harten Thriller verpackte Geschichte, die einem eine Gänsehaut verursacht und Interesse an mehr weckt, erwachsen, ohne romantisches Getue, dazu noch in einer Stadt angesiedelt, die sowieso schon ein Hexenkessel ist, also ein perfekt gewählter Ort! Manchmal lenkt einen die Geschichte hinter der Location dann etwas ab, das führt dann letztendlich zu dem einen Stern Abzug.

Bewertung: 4 von 5 Nilpferden

Danke an Jerry Media und Cassandra Negra für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Diese Rezension erscheint auch hier:
www.lovelybooks.de
www.amazon.de
www.mayersche.de
www.buecher.de
www.buch.de
www.rezi-online.de/
www.wasliestdu.de
www.kriminetz.de/netzwerk/nilibine70
www.mycrits.de

 
Weitere Titel des Autors/der Autorin:
Todesbotschafter

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Ein Kommentar zu “Cassandra Negra „Die Lust des Bösen“

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