Niliversum goes DIY :)

Uuuuh…was eine Überschrift…die verheißt nichts Gutes, oder? Na, keine Angst, ich werde jetzt nicht allem untreu, was mir sonst so heilig ist und wofür ich steh 🙂 Es gibt dennoch Dinge, die mach ich tatsächlich selber. Und das klappt dann auch noch *gg* Wenn es Euch interessiert, auf Weiterlesen klicken und folgen: Einige wissen es vielleicht, oder habens irgendwo mitbekommen, ich bin vor Jahren mal dem Kosmetik-Selbstmach-Virus verfallen und wenn ichs könnte,  würd ich auch jetzt noch meine ganzen Cremes und Badezusätze selbst herstellen. Da geht nämlich ernsthaft nichts drüber. Sorry an dieser Stelle an die großen Hersteller, ist aber leider so. Wenn man selbst heraustüfteln kann, was man selbst braucht, wieviel und wann, dann fährt man am besten. Es gibt mit Sicherheit für jeden die passende Kosmetik und es ist auch immer eine Frage des Anspruchs, aber ich bleibe dabei, wer einmal das selbst gemachte eine Zeit lang benutzt hat, der wird verdammt verwöhnt… siehe mich… Nun, trotz der Tatsache, dass ich nicht alles in vollem Umfang weiter machen kann, so ein klitzekleines Bisschen wollte ich denn doch mal wieder köcheln. Also hab ich mir meine Gedanken gemacht, was eben geht. Und bin zu dem Schluss gekommen: Badebomben und Mini-Massagebars gehen! Die Fette (Kakaobutter, Sheabutter, Babassu) und das Parfumöl (Dark Cholat) habe ich bei meinem Stamm-Shop für Selbstrührer bestellt, bei Behawe. Und am Sylvester-Morgen hat es mich denn gepackt. Mit ganz viel Enthusiasmus sah meine Küche dann erst mal so aus:

Förmchen und Blingbling :) ©Sabine Kettschau

Förmchen und Blingbling 🙂
©Sabine Kettschau

Die Zutaten für Badebomben und Massagebars ©Sabine Kettschau

Die Zutaten für Badebomben und Massagebars
©Sabine Kettschau

 

 

 

 

 

 

Sieht schon wild aus…aber eigentlich ist es das gar nicht. Wenn man backt oder kocht und alle Zutaten auf einen Haufen legt, siehts doch gerne mal noch viel wilder aus 😉 Angefangen habe ich dann mit den Badebomben. Das Ur-Rezept habe ich damals in meiner aktiven Zeit im Beautykosmos kennen und lieben gelernt ❤ Ich denke, mit ein wenig Mut ist das auch für ganz ungeübte Rührer zu schaffen 🙂

Pflegende Badebomben

Die Zutaten:

100 g Kaisernatron
50 g Zitronensäure
25 g Mais- oder Kartoffelstärke
25 g Milchpulver (Folgemilch)
30 g Kakaobutter Öl nach Bedarf
25 Tropfen Duft (oder halt nach Gefühl, nur aufpassen, dass es nicht zu viel wird, wegen der Konsistenz!)

Ich habe dieses Mal das doppelte Rezept genommen und ein wenig die Kakaobuttermenge erhöht. Als Öl kam Jojobaöl und als besonderes Schmankerl etwas Monoi mit Vanille (Kokosöl) zum Einsatz und ein bisschen Sheabutter hab ich auch noch reingetan 🙂

Zunächst mischt man alle TROCKENEN Zutaten (Kaisernatron, Zitronensäure, Speisestärke, Milchpulver). Das sieht dann so aus:

Trockene Zutaten vermischt ©Sabine Kettschau

Trockene Zutaten vermischt
©Sabine Kettschau

 

 

 

 

 

 

Ich habe nun als kleinen Gag noch Streumaterial reingemengt 😉 In dem Fall nahm ich die rotglänzenden Herzchen, in unterschiedlichen Größen. Aber der Fantasie sind da keine Grenzen gesetzt 🙂 Und hinzu kam dann noch Pi mal Auge entöltes Kakaopulver, da meine Bömbchen den bezeichnenden Namen „Choco Love“ tragen 😉 Danach sieht das so aus:

Trockene Zutaten plus herzige Überraschung :) ©Sabine Kettschau

Trockene Zutaten plus herzige Überraschung 🙂
©Sabine Kettschau

 

 

 

 

 

 

Nun kann man sich daran geben, die Kakaobutter VORSICHTIG im Wasserbald schmelzen zu lassen. Achtung! Nicht zu heiß werden lassen, sonst wird sie nicht mehr fest! Meine Herdplatte stell ich auf 5 oder 6 und ziehe den Topf sofort vom Herd, wenn das letzte Bröckchen geschmolzen ist! So schaut das Schmelzen der Butter aus:

Kakaobutter während des Schmelzens ©Sabine Kettschau

Kakaobutter während des Schmelzens
©Sabine Kettschau

 

 

 

 

 

 

Nun, wenn alles geschmolzen ist, die Butter vorsichtig in die trockenen Zutaten träufeln und alles gut miteinander vermengen. Zum guten Schluss kommt dann noch eine Beduftung hinzu, ganz wie man mag. Bei ätherischen Ölen muss man nur aufpassen, dass sie nicht zu sehr reizen, bei Parfumölen muss man drauf hinweisen, wenn man die Bömbchen verschenken möche, manche Leute vertragen diese nicht. Ich habe Dark Chocolat Parfümöl verwendet, das riecht so, wie es heißt 🙂 Wenn alles zu trocken erscheint, gern noch ein wenig Öl (habe ich nun auch getan, wie schon erwähnt, Jojobaöl und ein Schuss Monoi Vanille) hinzugeben und alles gut miteinander vermengen. Ich habe mal gelesen, es soll alles wie Sandkuchenteig aussehen. Das sollte es wohl, bröselig, nicht zu trocken, aber auch nicht zu feucht. So wars recht gut:

Fertiger Badebombenteig ©Sabine Kettschau

Fertiger Badebombenteig
©Sabine Kettschau

 

 

 

 

 

Diesen Teig kann man nun auf die unterschiedlichsten Arten in Form bringen. Entweder man formt mit den Händen -wenn mans kann!- kleine Bällchen, man nimmt einen „Meatballformer“, Melonenbällchenmacher oder eben -wie ich- Silikonförmchen. Ich nehme für Badebomben gern die großen Herzen. Ich bin ein Pflegejunkie und mag es gerne, wenn so eine echte Bombe mein Bad bereichert ❤ Ich habe die Förmchen noch mit braunem Zucker ausgestreut, das sieht dann hinterher nicht nur nett aus, Zucker ist auch was feines für die Haut!

Der Zuckerboden :) ©Sabine Kettschau

Der Zuckerboden 🙂
©Sabine Kettschau

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Gefüllte Herzchenform ©Sabine Kettschau

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Nahansicht eines gefüllten Herzens ©Sabine Kettschau

 

 

 

 

 

 

 

Nun mussten die Herzen aushärten, trocknen. Das ganze hat nicht wirklich lang gedauert, maximal 6 Stunden und alles war hart 🙂 Nach dem VORSICHTIGEN Ausformen sah das denn so aus:

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Ausgeformte Herzen in Reih und Glied 🙂 ©Sabine Kettschau

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Nahansicht ©Sabine Kettschau

Da blinzelt eine herzige Überraschung heraus... ©Sabine Kettschau

Da blinzelt eine herzige Überraschung heraus…
©Sabine Kettschau

 

 

 

 

 

 

 

 

Verpackt habe ich die Schätze in so kleine Zippertütchen, damit keine Feuchtigkeit dran kommt (wichtig!) Da ich keine Konservierung verwendet habe, sollten die Bomben nicht allzu lange angehimmelt werden, damit nichts schlecht oder ranzig werden kann 🙂

Als zweites habe ich mich dazu entschlossen, Mini-Massagebars zu machen. Mancher mag die MBs von LUSH z.B. kennen. Nach dem Duschen/Baden über die noch feuchte Haut gerieben ist das ein echter Hochgenuss ❤ Auch dieses Rezept stammt von einer findigen Beauty aus dem Beautykosmos!

(Mini)Massage-Bars

Zutaten:

40 g Kakaobutter
50 g Sheabutter
10 g Bienenwachs
10 ml Öl (Mandel-, Jojoba-, Sonnenblumen-, Haselnuss-, Macadamiaöl o.ä.) Ich habe Jojobalöl hergenommen.

Duft nach Gusto!

Ich habe auch hier das doppelte Rezept genommen und hinzu noch Babassuöl und wiederum Monoi Vanille, als Duft Buttervanille zum Backen (!) und Perlenpulver als zusätzliches Schmankerl für die Haut eingebaut 🙂

Zunächst lässt man die Fette VORSICHTIG im Wasserbad schmelzen, das sieht dann so aus:

Fette beim Schmelzen für die Massagebars ©Sabine Kettschau

Fette beim Schmelzen für die Massagebars
©Sabine Kettschau

Duft und nettes Plus :) ©Sabine Kettschau

Duft und nettes Plus 🙂
©Sabine Kettschau

 

 

 

 

 

 

Auch hier gilt, nicht zu heiß werden lassen und alles gut miteinander verrühren. Nachdem alles geschmolzen ist, Duft und in meinem Fall das Perlenpulver hinzugeben und alles in Förmchen füllen. Diesmal habe ich Silikonförmchen in Muschel- bzw. Fischform gewählt 🙂 (im Lauf der Jahre hat sich einiges angesammelt *gg*).

Massageschätze in der Form ©Sabine Kettschau

Massageschätze in der Form
©Sabine Kettschau

 

 

 

 

 

 

Das Aushärten dauert hier länger, kann auch schon mal 2 tage sein. Sinnvoll ist es auch, die Formen nach dem ersten Anhärten in den Kühlschrank zu stellen und hinterher die ausgeformten Schätze ebenfalls im Kühlschrank zu lagern. Beim nächsten Versuch werde ich den Anteil an Bienenwachs/Kakaobutter mal versuchsweise erhöhen, mal sehen, ob das zu mehr Härte führt! Ausgeformt sieht das ganze auf jeden Fall so aus:

Massagemuschel ©Sabine Kettschau

Massagemuschel
©Sabine Kettschau

Massagemuschel ©Sabine Kettschau

Massagemuschel
©Sabine Kettschau

Massagefisch ©Sabine Kettschau

Massagefisch
©Sabine Kettschau

Alle Massageschätze nach dem Ausformen ©Sabine Kettschau

Alle Massageschätze nach dem Ausformen
©Sabine Kettschau

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auch hier gilt: Aufbrauchen, nicht nur anhimmeln 🙂 Ich habe hier auch keine Konservierung benutzt. Das sind schöne Mitbringsel, wie ich finde. Man kann sie auch ganz individuell nach Vorlieben herstellen und eben verschenken.

Zur Verpackung wie gesagt die Ziploc-Tütchen verwenden und dann z.B. in hübsche Organza-Säckchen stecken. Das kann dann so aussehen:

Badebomben-Mitbringsel ©Sabine Kettschau

Badebomben-Mitbringsel
©Sabine Kettschau

Ich füge immer noch als Anhängsel die INCIs bei und das Herstellungsdatum, damit der Beschenkte auch weiß, womit ers zu tun hat 🙂

Ist das was für Euch? Hättet Ihr Freude dran? Macht Ihr gar selbst schon Badezusätze? Erzählt doch mal 🙂 Oder hab ich Euch jetzt angesteckt? Ich fänd das toll, da mal zu hören, ob Euch das auch so einen Spaß macht und Ihr genauso begeistert wie ich vielleicht seid 🙂 Bei mir wirds nicht das letzte Mal gewesen sein, dass ich mich in die Hexenküche gestellt habe. Der Göttergatte hat schon Bedarf angemeldet *gg*

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20 Kommentare zu “Niliversum goes DIY :)

  1. Oh das würde ich auch gerne können, aber leider liegen mir solche Dinge nicht und am Ende würde vermutlich das Haus abgebrannt sein… daher ertausche ich z.B. meine Handseife nur noch. Auf der Tauschbörse meines Vertrauens gibt es da auch so eine leidenschaftliche Rührerin wie du es zu sein scheinst und die vertauscht mir regelmäßig ihre selbstgemachte Seife (schon mal dran gedacht sowas zu vertauschen????) Momentan nutze ich von ihr Erdbeerseife die Lust auf Sommer macht weil sie so toll duftet. Auch habe ich noch keine Seife gefunden die besser ist als ihre selbstgemachte (ok in einem Laden in einem ganz kleinen Ort in Österreich, aber da bin ich nun mal nicht ständig).

    Ich hoffe du zeigst uns bald mal wieder was selbst gemachtes.

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    • Offiziell vertauschen ist so eine Sache, da Kosmetikartikel unter das Kosmetikschutzgesetz fallen. Ich glaube nicht, daß das beim Vertauschen nicht auch Ärger geben kann (deswegen habe ich das bisher auch noch nicht gemacht…)

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    • Das ist wirklich nicht schwer, deswegen hab ichs ja als Post gemacht, eben um zu zeigen, dass man ohne große Vorkenntnisse und ohne mit großen Zutaten (Cremes sind wirklich viiiiel schwieriger!) zu hantieren, sowas nettes hinbekommt! Ich kanns nur empfehlen: AUSPROBIEREN!
      Seife zu machen trau ich mich wiederum nicht 😉 Da hab ich einen Heidenrespekt vor! Das überlass ich den Seifenqueens, von denen ich meine heißgeliebten Seifen bekomme! *wink zu Kerstin 😉 * Ich benutze übrigens handgesiedete Seifen nun auch schon seit fast 10 Jahren ausschließlich 🙂
      Tauschen….höchstens so mal ganz ganz privat. Ich finde das grenzwertig… Mit Leuten, die ich nicht wirklich „kenne“, würd ichs nicht tun. Also z.B. über Tauschgnom oder gar bei DaWanda verkaufen. Dazu muss man eine ganze Menge beachten, Hygienevorschriften, Zertifikate etc. Das habe ich damals schon mitbekommen, als ich noch sehr aktiv beim Beautykosmos war, was andere Mädels da so erzählt haben. Es ist ja nur wirklich ein kleines, liebgewonnenes Hobby 🙂

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  2. Das erinnert mich daran, daß ich mal wieder neue Seife machen wollte…
    Badebomebn finde ich auch total klasse, vielleicht wage ich mich da auch mal dran oooooder – wenn ich das mit den neuen Seifen in die Tat umsetze – könnten wir einfach tauschen???? *gaaaaaanzliebguck*

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  3. Nabend!
    Also selbst gemachte Seifen und Co. finde ich wirklich genial. Man weiß was drin ist und man kann sie auch gut verschenken. Das ist ne klasse Idee.
    Wir bleiben auf jedenfall an deiner Seite,denn wir wollen ja auch mal alles testen hihi.

    Einen schönen Abend dir und ich hoffe der Blogger Kommentiert tag war schön 🙂

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    • Genau das! Da kann man wirklich ganz ganz persönliche Geschenke draus machen!
      Der Kommentiertag war recht nett, ich bin durch die Blogs gereist und hab immer noch nicht alles gesehen! Aber nächstes Wochenende geh ich weiter schauen 🙂 Ich werd bei Euch auch auf jeden Fall immer gucken 🙂

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  4. Eine sehr gute Idee, Da hast du aber Geduld und so etwas packt mich leider nicht immer gleich. bwohl ich manchmal eine große Motivation besitze ist diese auch meist schnell wieder weg.

    Wünsh dir ein schönes Wochenende.

    lg nancy

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  5. Wow was du alles so machst, Bine 😀 Wir sind ziemlich beeindruckt 🙂 Der Mama gefällt das auch – sie hat so was noch nie gemacht 🙂 Obwohl sie auch gerne badet und so Zusätze nimmt 😀
    Wo bekommt sie denn die ganzen Sachen her?
    Schnurrer Engel und Teufel

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  6. Wie genial!!
    Damals, als es noch an jeder Ecke einen Spinnrad-Shop gab, habe ich auch fast alles selbst gemacht.
    Nun muss ich zudem sehr mit meiner Zeit haushalten, die überwiegend buchig und seit neuestem auch wieder strickig verbracht wird.
    Deine Köcheleien sehen aber nach sehr viel Spaß aus….

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