Samuel Bjork „Engelskalt“

Engelskalt ©Sabine Kettschau

Engelskalt
©Sabine Kettschau

 

 

 

 

 

 

 

 

Samuel Bjork „Engelskalt“

Autor: Samuel Bjork
Titel: Engelskalt
Ggf. Originaltitel: Det henger en engel alene i skogen
Ggf. Übersetzer: Gabriele Haefs
Erscheinungsdatum: 20.04.2015
Verlag: Goldmann
Medium: Paperback, Klappenbroschur
Seitenzahl: 544
ISBN: 978-3-442-48225-2
Genre: Krimi/Thriller
Preis (UVP):
Hardcover: ./.
Taschenbuch : 12,99 Euro
Hörbuch Download : 10,95 Euro
Hörbuch MP3 CD : 14,99 Euro
Ebook (epub) : 9,99 Euro

Verlagsseite
Verlag auf Facebook

Über den Autor/die Autorin:

Hinter dem Pseudonym Samuel Bjørk steht der norwegische Autor, Dramatiker und Singer-Songwriter Frode Sander Øien. Er wurde 1969 geboren, schrieb im Alter von 21 Jahren sein erstes Bühnenstück und veröffentlichte seitdem zwei hochgelobte Romane sowie sechs Musikalben. „Engelskalt“ ist sein erster Thriller. Derzeit lebt und arbeitet er in Oslo.
(Quelle: Verlag)

Inhalt:

„Ich reise allein“, das ist die Botschaft, die einem toten Mädchen mitgegeben wurde, das im Wald aufgehangen an einem Springseil gefunden wird. Holger Munch, Kommissar, erhofft sich nicht nur, dass dieser Fall schnell gelöst wird, sondern auch, dass sein Team, allen voran Mia Krüger, die sich darauf vorbereitet, ihrer Schwester in den Tod zu folgen, dadurch wieder zu alter Größe und Stärke findet.

Doch wie viel Leid erträgt man, wenn man selbst keinen Lebensmut mehr hat? Wie sehr hat die berühmte Kombinationsgabe gelitten, wenn man sich nur noch von Tabletten und Alkohol ernährt? Diese Fragen stellt sich Mia und kann sich doch nicht diesem grausamen Fall entziehen, bei dem jemand kleine Mädchen auf annähernd die gleiche Weise nach ihrem Tod in Szene setzt. Vielleicht ist aber doch nicht alles verloren, weder für kleine Mädchen, noch für Mia, denn sie ist es, die ein ganz bestimmtes Detail entdeckt, das eine Verbindung zwischen den Mädchen in greifbare Nähe rückt.

Meine Meinung:

Drama Queen

Falls sich jetzt jemand fragt, wie kommt sie bloß auf diese Überschrift. Nun, das war mein Gedanke, als ich Mia Krüger begegnete und ein bisschen begleitete. Man braucht kein Psychologiestudium, um zu erkennen, dass Mia eine ganz arme Maus ist, die das aber auch bestätigt haben möchte. Wobei sie dieses Drama, zu dem sie ihr Leben macht, gar nicht nötig hätte. Wenn sie nur die Hilfe annehmen würde, die Menschen ihr angedeihen lassen wollen.

Man merkts schnell, dass neben den äußerst perfiden Morden in diesem Buch die Geschichten der Protagonisten eine große Rolle spielen. Das ist zwar nichts Neues. Aber wiederum ist es das nordisch dustere, was mich begeistert, mitgenommen hat. Mia ist eine verkrachte Existenz, durch ihre eigene Geschichte gehandicapt, steht sich selbst und ihrer Intelligenz und Gabe im Weg. Und Holger Munch, dauerpaffender Kopf der Kommission, schrullig, grantig manchmal, aber liebenswert und klug. Das sind die zwei Hauptfiguren, die uns als geschultem Leser sehr bekannt vorkommen und so den Einstieg leicht machen. Mancher könnte unken, dass da zu probaten Mitteln gegriffen wird. Ja, das stimmt, aber ist es wirklich verwerflich? Ich finde nicht. Es kann nicht jeder neue Name in der Autorenlandschaft das Rad neu erfinden! Wer das erwartet, hat echt Probleme!

Ich gehöre eher dazu, dass ich eben nicht zwingend was bahnbrechend neues erwarte. Ich möchte unterhalten werden. Mitgerissen. Geschockt auch gerne mal. Und da kommt es eben auf die Kunst an, wie jemand etwas erzählt. Streckenweise hat der Autor das bei „Engelskalt“ schon geschafft. Aber gestört wurde es durch Szenen, Kapitel, die für mich irgendwie aus der eigentlichen Geschichte gelöst wirkten. Das sollten wohl die „Ich-führe-Euch-in-die-Irre-und-lache-mir-ins-Fäustchen“-Stellen sein. Für mich zu offensichtlich. Die Kapitel, die ich meine, spielne in dieser Sektengemeinde. Haben sie wirklich etwas mit der ganzen Sache zu tun, oder soll das wirklich nur in die Irre führen. Ich verrats mal nicht. Aber gefragt habe ich mich das oft 😉 Zumindest zeigt das, dass ich dem Autor wenigstens etwas auf den Leim gegangen bin *gg*

Dann habe ich mich gefragt, ist das der Auftakt zu einer neuen Reihe? Kommt da jetzt noch mehr? Dann ist es gut gelungen. Eigentlich wollte ich Mia nämlich nicht verlassen, nachdem ich die Buchdeckel zu geschlagen habe. Mich interessiert, ob sie weiter macht oder aufgibt… Da bin ich denn mal gespannt, ob da bald was drüber zu lesen sein wird.

Ich habe mich auf dieses Buch eingelassen, weil mich zunächst das Cover gelockt hat. Immer wieder passiert es mir, dass genau diese Machart, diese Verwendung von Nadel und Faden in blutroter Farbe, mich anzieht. Was da wohl Kollege Freud zu sagen würde… Es traf sich dann, dass zwei Stellen gleichzeitig mir die Möglichkeit boten, das Buch lesen zu können, einmal das Bloggerportal von Randomhouse und dann war mir die Glücksfee auf Facebook beim lieben Arndt und seinem Astrolibrium hold, wo es ein Blind Date mit eben jenem Buch (im Sack) zu erhaschen gab. So viel Glück auf einen Haufen… Ich habe dann beschlossen, dass auch alle anderen, die sich um eben jenes Blind Date beworben haben, sich auf die Suche nach dem Täter machen dürfen und bin gespannt, wie sie die Geschichte erleben. Das andere Exemplar wurde schon weitergegeben, im Rahmen des Welttag-Gewinnspiels und auch da hoffe ich, dass der neue Besitzer seine Freude daran hat!

Kann ich es empfehlen? Schwer zu sagen! Ich denke, man erwartet bestimmte Szenarien, wenn es ein nordischer Autor ist. Es ist schon duster, aber eben nicht durch die Witterungsverhältnisse, sondern in der Geschichte selbst bedingt. Man muss geduldig sein, sich nicht ablenken lassen, sondern immer schön in der Ermittler-Spur bleiben, dann bekommt man ein spannendes Stück geboten. Und vielleicht hat der Autor ja wirklich ein Einsehen und wir dürfen noch mehr vom Ermittlerteam Munch/Krüger lesen! Ich wäre nicht böse!

Fazit:

Nordischer Thriller mit guten Ansätzen, aber durchaus ausbaufähig!

Danke an Goldmann/das Bloggerportal und Astroblibrium für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Bewertung: 4 von 5 Nilpferden

Diese Rezension erscheint auch hier:
www.blogger.randomouse.de
www.goldmann.de
www.lovelybooks.de
www.amazon.de
www.mayersche.de
www.buecher.de
www.buch.de
www.rezi-online.de
www.wasliestdu.de
www.kriminetz.de
www.mycrits.de

Advertisements

3 Kommentare zu “Samuel Bjork „Engelskalt“

  1. Ich bin echt gespannt, wie es mir gefallen wird, wenn ich dann an der Reihe bin. Das Buch spaltet ja irgendwie die Geister….von richtig schlecht bis richtig gut ist alles dabei. 😀 das finde ich immer sehr interessant….

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s