Elke Schwab „Blutige Mondscheinsonate. Ein Baccus-Borg-Krimi“

Blutige Mondscheinsonate ©Sabine Kettschau

Blutige Mondscheinsonate
©Sabine Kettschau

 

 

 

 

 

 

 

 

Elke Schwab „Blutige Mondscheinsonate. Ein Baccus-Borg-Krimi“
(4. Band)

Autor: Elke Schwab
Titel: Blutige Mondscheinsonate
Erscheinungsdatum: 06.05.2014
Verlag: Solibro
Medium: Taschenbuch
Seitenzahl: 384
ISBN: 978-3932927850
Genre: Krimi/Thriller
Preis (UVP):
Hardcover: ./.
Taschenbuch : 12,80
Hörbuch: ./.
Ebook: 7,99 Euro

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Über den Autor/die Autorin:

Im Nordosten von Frankreich in einem alten elsässischen Bauernhaus entstehen die spannenden Krimis der gebürtigen Saarländerin Elke Schwab. In der Nähe zur saarländischen Grenze schreibt und lebt sie zusammen mit Lebensgefährte samt Pferden, Esel und Katzen.
Elke Schwab wurde 1964 in Saarbrücken geboren und ist im Saarland aufgewachsen. Nach dem Gymnasium in Saarlouis arbeitete sie über zwanzig Jahre im Saarländischen Sozialministerium, Abteilung Altenpolitik.
Schon als Kind schrieb sie über Abenteuer, als Jugendliche natürlich über Romanzen. Später entschied sie sich für Kriminalromane. 2001 brachte sie ihr erstes Buch auf den Markt. Seitdem sind dreizehn Krimis und sechs Kurzgeschichten von ihr veröffentlicht worden. Ihre Krimis sind Polizeiromane in bester „Whodunit“-Tradition. Neben Baccus und Borg ist Hauptkommissar Kullmann eine ihrer Hauptfiguren. 2013 erhielt sie den Saarländischen Autorenpreis der „HomBuch“ in der Kategorie „Krimi“. Im selben Jahr folgte der Kulturpreis des Landkreises Saarlouis für literarische Arbeit mit regionalem Bezug. 2014 erhält sie zum 2. Mal in Folge den „HomBuch“-Krimipreis.
(Quelle: Verlag)

Inhalt:

Der Deutsch-Französische Garten in Saarbrücken ist Schauplatz einiger sehr wohl platzierter Morde, bzw. deren Opfer. Die Zurschaustellung der Leichen ist nicht gerade förderlich für das Bestreben, welches derzeit dort herrscht, Fördergelder zur Sanierung der Anlagen von der EU zu erlangen. Denn jedes Mal, wenn eine grotesk hergerichtete Leiche gefunden wird, ist die Presse nicht weit oder es war ein Pressetermin vorher angekündigt. Da liegt es doch sehr nahe, dass die Morde auf die Kappe gewisser Individuen gehen, die gegen ein Auffrischen des Deutsch-Französischen-Freundschaft-Projektes agieren.

Lukas Baccus und Theo Borg sollen nun undercover in diesem verzwackten Fall ermitteln und werden als mehr oder weniger talentierte Gärtner eingeschleust, um dem Täter näher zu sein, bzw. ihm auf die Schliche zu kommen. Doch könnte es auch sein, dass sie damit dem Täter vielleicht zu nahe kommen und somit in Gefahr geraten. Was zunächst wie ein lockeres Kinderspiel aussieht, wird bald zum tödlichen Balanceakt.

Meine Meinung:

Wenn der Bulle zum Gärtner wird

Sehr habe ich mich gefreut, als die Autorin mit ihrem 4. Fall rund um Baccus & Borg herauskam und noch viel mehr, als sie mir ein Exemplar anbot. Vielen Dank liebe Elke!!! Es war mir ein echtes Vergnügen!

Baccus und Borg sind mit ihrer lockeren „Kodderschnüss“ ein tolles Team, das ihren Lesern sehr ans Herz gewachsen ist. Und so kann man sich auch trotz des sehr gruseligen Titels darauf freuen, dass sich hinter der Blutigen Mondscheinsonate so manch echter Gag verbirgt, der die mordlüsterne Atmosphäre jedoch nicht stört, sondern eher den Figuren toll Leben einhaucht.

Besonders toll ist eine ganz bestimmte Szene, wo ich aus dem Lachen nicht mehr herausgekommen bin. Ich sage nur Wohnwagen und „der Mond schien helle“. Eine köstliche Idee, die perfekt zu den beiden Hauptfiguren passt. Genau wie die Tatsache, dass die beiden sich als Gärtner einschleichen sollen. Wirklich herrlich. Aber dabei wird der Fall als solches nicht vergessen. Ermordete Frauen, die in einem Park zur Schau gestellt werden, wo viele Motive dahinter stecken können. Da wird der Leser zum Ermittler im Hintergrund. Man kann gar nicht anders, wie nach einem Verdächtigen Ausschau halten. Das macht einen guten Krimi, der an der Schwelle zum Thriller steht, doch aus. Man rätselt mit, man fiebert, man hat Angst um Figuren. Aber ein Augenzwinkern nimmt allem dann zur rechten Zeit wieder der Schärfe.

Eigentlich könnte man sich die beiden, Theo Borg und Lukas Baccus, auch gut als Tatort-Team vorstellen. Das wär mal was!

Auch wenn man selbst jetzt nicht aus der Gegend kommt, man kann die Augen schließen und wird dorthin versetzt. Die Autorin versteht es gut, mit Sprache eine Örtlichkeit im Kopfkino erstehen zu lassen, ohne dass man fremdelt oder dunkle Flecken bleiben. Es sei denn, es soll so sein, wenn sich ein Mörder dort verbirgt.

Nun hoffe ich, dass bald ein neuer Fall der beiden erscheint. Zunächst scheint ja wohl der erste Teil neu verlegt zu werden. Klar, dass man den auch lesen sollte und dann alle Teile der Reihe im Regal stehen haben sollte. Ich spreche da eine klare Empfehlung aus. Ob man nun aus der Gegend kommt oder gerne wirklich gut aufgebaute Krimis liest, hier ist man goldrichtig.

Fazit:

Mörderisch guter Krimi rund um die beiden charismatischen Akteure Baccus & Borg. Für Fans ein Muss und für Liebhaber guter Krimis ein bis zwei Blicke mehr wert.

Bewertung: 5 von 5 Nilpferden

Danke an Elke Schwab für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Diese Rezension erscheint auch hier:
www.lovelybooks.de
www.amazon.de
www.mayersche.de
www.buecher.de
www.buch.de
www.rezi-online.de
www.wasliestdu.de
www.kriminetz.de
www.mycrits.de

Weitere Titel des Autors/der Autorin:
Baccus-Borg-Krimis:
Mörderisches Puzzle
Eisige Rache
Tödliche Besessenheit (wird neu aufgelegt im September 2015)

Kullmann-Krimis:
Ein ganz klarer Fall
Kullmanns letzter Fall
Großeinsatz
Angstfalle
Tod am Litermont
Hetzjagd am grünen See
Das Skelett vom Bliesgau
Galgentod auf der Teufelsburg
Blutige Seilfahrt im Warndt
Urlaub mit Kullmann

Pleiten, Pech & Leichen

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Ein Kommentar zu “Elke Schwab „Blutige Mondscheinsonate. Ein Baccus-Borg-Krimi“

  1. Pingback: Elke Schwab (Fischer) „Tödliche Besessenheit“ | Das Niliversum

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