Krimi- & Thrillerwoche – Autorenvorstellung: Heike Vullriede

Krimiwoche

Mittwoch, der 15.06.2016…es ist Krimi- & Thrillerwochen-Time *träller*

Zu meinem Ankündigungspost, über den Ihr auch alle für Euch relevanten Links findet, geht es

<<HIER>>

lang! Dort wird auch alles noch mal erklärt!

Und auch heute wird es ein Interview hier im Niliversum geben. Es hat Freude gemacht, die Antworten der heutigen Hauptperson, der Autorin

Heike Vullriede

zu lesen! Ich hoffe, Euch gefällt das alles auch so gut, wie mir! Lieben Dank Heike, dass Du so persönlich und ausführlich meine Fragen beantwortet hast 🙂

Zunächst möchte ich sie Euch mal zeigen, unsere Star-Autorin heute im Niliversum. So schaut sie aus:

©Heike Vullriede

©Heike Vullriede

Jaaa, diese nette Frau mit den schönen Ohrringen (zwinker…) schreibt Thriller… und zwar die hier:

Notizen einer Verlorenen - Heike Vullriede

©Luzifer-Verlag

Emotion Caching - Heike Vullriede

©Luzifer-Verlag

Der Tod - Heike Vullriede

©Luzifer-Verlag Kein Thriller! Ein Roman!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Und nun lassen wir die Autorin mal ganz persönlich zu Wort kommen. Viel Spaß!

Liebe Heike,

vielen Dank, dass ich Dich ein wenig löchern darf, damit Deine Leser noch etwas mehr von Dir erfahren 🙂

ganz persönliche Bio:

geboren: ja, und zwar in Essen, am 2. Dezember 1960

verheiratet: ja, seit fast 36 Jahren … mit ein und demselben Mann

Nachwuchs: einige

erste Leseversuche: mit 5 Jahren, noch vor der Schule und nachhaltigem Aha-Effekt

erster ernsthafter Schreibversuch: im 1. Schuljahr, auf einer Schiefertafel mit Kreide

mit ungefähr 11 Jahren: das erste Mal gewagt, in der Stadtteilbibliothek heimlich die Seite für Erwachsene aufzusuchen (damit meine ich nichts Unanständiges!)

Notendurchschnitt Deutsch: 4 (in Worten: vier) Ich dachte interpretieren bedeute, sich eigene Gedanken zu machen

mit 14 Jahren: Geschichte an eine Zeitschrift gesendet – dankend zurückbekommen

Ausbildung: was im Büro

Familienpause, Familienpause, Familienpause

erstes Manuskript: »Ratten«, liegt heute noch in meiner Schublade

weitere Schreibarbeiten: Kindergeschichten, bis auf eine, nicht mehr vorhanden, Lyrik

Karriere: Chefsekretärin, Betriebswirtin, Bilanzbuchhalterin, und immer noch nebenbei Mutter

mit etwa 40: Midlifecrisis, Job geschmissen, was anderes probiert – geschmissen

seit 2008: zur Ruhe gekommen und endlich nur noch Literatur und Kunst

2012: »Der Tod kann mich nicht mehr überraschen«, Drama/Gegenwartsliteratur

2013: »Notizen einer Verlorenen«, Thriller

2014: »Mystisches Münsterland« Symbiose aus Literatur, Malerei und Fotografie, Idee und Projektleitung, in Zusammenarbeit mit der Rekener Farbmühle e.V. und der Autorengruppe LitVier

2015: »Emotion Caching« Thriller

Danke, an Steffen Janssen vom Luzifer Verlag

Wie kam es, dass Du mit dem Schreiben von Psychothrillern begonnen hast?

Das kann ich mir nur so erklären: Erstens – mein Verleger bedient vorzugsweise die ganz dunkle Seite der Literatur. Zweitens: In mir steckt ein kleines Teufelchen.

Gibt es Vorbilder? Literarische oder sonst wie?

Richtige Vorbilder hatte ich nie. Bewundernswert finde ich zum Beispiel die Romane von Max Frisch, nicht aber Max Frisch selbst. Das habe ich schon in meiner Jugend vermisst – die Fähigkeit zu totaler Bewunderung. Auch Kreischorgien beim Anblick meiner Lieblingsmusiker kamen mir nie über die Lippen. Leider – ich hätte es mir damals gewünscht, aber da war nichts und niemand, der mich derartig beeindruckt hätte.

Heute habe ich die höchste mir mögliche Achtung vor Menschen, die bewusst ganz einfach und achtsam leben, die sich auf das Eigentliche im Leben beschränken, gelassen bleiben und sich nicht fremdsteuern lassen. Vor meinem geistigen Auge schwebt ein buddhistischer Mönch.

Welches Buch hättest Du gern selbst geschrieben?

Wo fange ich an? »Der Herr der Ringe« vielleicht? … einen Bestseller hätte ich gerne geschrieben (so ganz uneigennützig). Das würde mir einiges im Leben erleichtern, aber wichtig ist es mir nicht 🙂

Wie stehst Du zu den Sozialen Medien? Facebook, Twitter, Instagram…

Da sagst du was … grundsätzlich finde ich die Sozialen Medien eine tolle Erfindung. Ich bin auf Facebook und auf Lovelybooks zu finden und ich habe eine Homepage. Wo sonst hat man als Autorin so unkompliziert die Möglichkeit, mit Lesern in Kontakt zu treten, gerade auch, wenn sie eben nicht um die Ecke wohnen oder es zu einer Lesung schaffen. Die Kehrseite ist, sie nehmen sehr viel Zeit in Anspruch und ich selbst erwische mich dabei, dass ich mich dort genauso verhalte, wie im realen Leben – nämlich eher zurückhaltend, sicher auch zum Leidwesen meines Verlegers. Ich lebe ein bisschen minimalistisch, dazu gehört auch, zu sortieren, womit ich meine Zeit verbringen möchte. Und das ist häufig nicht so gerne die virtuelle Welt (gerade weil ich schon so viel nur gedanklich arbeite), sondern das, was ich fühlen, sehen, anfassen, ansprechen kann oder mir gegenüber sitzt … das heißt nicht, dass ich jeden anfasse, der mir gerade gegenüber sitzt!

Wie sieht ein „Arbeitstag“ bei Dir aus? Hast Du Rituale, wenn Du schreibst?

Mein Leben ist nicht durchgeplant. Jeder Tag beginnt anders und entpuppt sich häufig auch anders, als erwartet. Es gibt keine Rituale fürs Schreiben in meinem Leben, nur die Rahmenbedingungen müssen stimmen. Dazu gehören Ruhe, keine Ablenkung, Notizbuch, Stift und Hirn.

Was tust Du, wenn Dich eine Schreibblockade ereilt?

Nicht schreiben, dann male oder zeichne ich, fotografiere, meditiere, gehe spazieren. Oder ich backe etwas, zum Beispiel »Ameisentorte« … siehe Rezept unten.

Ebook oder Print, ziehst Du eine Form vor?

Inzwischen lese ich selbst gerne Ebook. Ich finde es praktisch, nicht die Regale voll stehen zu haben. Nahezu jedes Buch kann man schon auf dem Reader lesen. Ausgenommen davon sind für mich natürlich Bildbände und dergleichen und diejenigen mit Erinnerungswert.

Was hältst Du von Wohnzimmerlesungen?

Ich habe noch nie eine gehalten, fände das aber wirklich spannend und ich wage mal zu behaupten, dass dort eine super gute Stimmung herrschen würde.

Woher nimmst Du Deine Inspirationen?

Eindrücke aus dem Leben und ganz viel Fantasie … ich spinne Geschichten innerlich unendlich und teilweise unmöglich weiter.

Haben Deine Figuren lebende Vorbilder?

Einige schon, allerdings überfremde ich sie und ich übertreibe es auch gern, was die Charaktereigenschaften angeht. Und, nun ja, meine letzte Protagonistin (Kim aus »Emotion Caching«) hat ein bisschen was von mir, als ich noch sehr jung und sehr knackig war. Heute bin ich ja nur noch … lassen wir das.

Könntest Du Dir vorstellen, dass Deine Bücher verfilmt werden?

Hach, welcher Autor träumt nicht davon. Ja, das könnte ich mir sogar sehr gut vorstellen, wobei ich es interessant fände, wenn sich jemand an meinen Debütroman wagen würde .. der ist nämlich ausschließlich aus der Perspektive des Protagonisten geschrieben, also in Ich-Form und bis auf den letzten Satz erfahren wir alles nur aus seiner Sicht. Wir sind sozusagen in seinem Kopf.

Gäbe es ein anderes Genre, in dem Du gern schreiben würdest? Wenn ja welches?

Ich arbeite klangheimlich an einem Roman der Gegenwartsliteratur, ganz .. naja, fast ganz … ohne Leiche. Dieses Manuskript wird zwar noch lange brauchen, da ich daran nur nebenbei schreibe (manchmal müsste der Tag 24 Stunden mehr haben). Außerdem schreibe ich an einem pädagogisch völlig gehaltlosen Kinder-Fantasyroman, der einfach nur spannend sein soll. Dafür würde ich dann ein anderes Pseudonym verwenden.

Was sagt Dein Umfeld dazu, dass Du Psychothriller schreibst?

Ein Freund von mir zitierte seine Mutter, welche eins meiner Bücher gelesen hatte mit: »Wie ist DIE denn drauf?« So ganz konnte sie sich nicht damit abfinden, dass er mich als eine ganz nette, und immerhin in seinen Augen normale Person beschrieb. Tatsächlich führt es in meinem Umfeld schon mal zu schrägen Blicken angesichts meiner bitterbösen Geschichten.

Gibt es interessante Geschichten z.B. bei Recherchearbeiten? Wie sieht das bei Dir aus? Schaust Du Dir mögliche Schauplätze an? Sprichst Du mit echten Ermittlern, Gerichtsmedizinern etc.?

Mögliche Schauplätze inspiziere ich tatsächlich. Für »Emotion Caching« bin ich sogar ein bisschen geklettert, um ein Gefühl dafür zu bekommen. Mein Debütroman »Der Tod kann mich nicht mehr überraschen« spielt zu einem großen Teil im Krankenhaus. Ich habe einige Monate als Auszubildende (mit über 40 Jahren) gearbeitet und einige Details flossen dort hinein. Andere Dinge und Undinge, die ich dort erlebt habe, wären einen eigenen Roman wert.

Gibt es eine Frage, die DU Deinen Lesern oder mir stellen möchtest? 😉

Kann ein Leser es ertragen, wenn sich der Protagonist im Laufe eines Romans als überaus schwieriger Mensch herauskristallisiert? Und was, wenn die Hauptperson während der Geschichte zum Verräter wird?

Meine Antwort pack ich mal gleich hier drunter:
Ja, ich kann es ertragen. Am besten glaube ich, wenn es kein Stand-Alone ist, wenn es also eine Reihe ist, der Leser die Entwicklung und Hintergründe ausführlicher mitbekommt, eine Bindung zum Charakter sich aufbauen kann.
Mit Sicherheit ist es nicht einfach, wenn eine wichtige Figur, ein „Guter“ quasi, auf einmal die Seiten wechselt. Das hat aber für mich den gleichen Effekt, wie der Tod einer Hauptfigur. Da muss man erst mal mit umgehen, kann aber auch sehr förderlich für eine Geschichte sein. Auch hier gilt, gefällt mir persönlich besser in einer Reihe 🙂

An meine Leser: Falls Ihr mögt, schreibt Heike doch eine Antwort hier drunter in die Kommentare 🙂

Zum Schluss ein kleines Speed-Verhör :

Sneaker oder High Heels: eindeutig Sneaker

Pommes oder Jakobsmuscheln: Pommes

Steak oder Scholle: weder noch, Gemüse ist mein Fleisch

Chips oder Zartbitterschokolade: je nach Laune und Anzeige der Waage

Rock oder Pop: beides

Malediven oder Ostsee: ich liebe Fehmarn

Ferrari oder Suzuki Swift: eher Fahrrad oder Wohnmobil

Stricken oder Töpfern: Töpfern

Dein neuestes Buch:

Mein nächster Roman ist noch in Arbeit. Nur so viel: Es geht um eine Sekte und der Arbeitstitel lautet »Tentakel des Himmels« . So mein Verleger will, wird er wieder im Luzifer Verlag erscheinen.

Vielen vielen Dank für die Zeit, die Du für die Beantwortung geopfert hast und noch viel Spaß bei der Krimi- und Thriller-Woche!

©Heike Vullriede

©Heike Vullriede

Das folgende Rezept ist von Heike, ich hatte gebeten, irgendwas ganz persönliches, was nicht alltäglich und überall auftaucht mit ans Interview zu packen 🙂

©Heike Vullriede

©Heike Vullriede

Rezept Ameisentorte:

Ein sündhaft leckeres Rezept meiner Eltern für einen Kuchen – meine Kinder nannten ihn »Ameisentorte«. Die »Ameisen«, waren die Schokostreusel, die zum Abschluss darauf gestreut wurden.

Man benötigt:

1 Tortenboden (so einen mit zwei Böden)

2-3 Becher Sahne

gemahlene Mandeln oder Haselnüsse

Zucker

Nougat oder Marmelade zum Bestreichen

Schokostreusel

Tortenboden aufklappen und untersten Boden mit Nougat oder Marmelade bestreichen.(die Erwachsenen auf Feiern mochten gerne auch einen Schuss Likör in der Marmelade :). Sahne süßen und schlagen, die Hälfte mit geriebenen Mandeln oder Haselnüssen vermengen, das dann auf den bestrichenen Boden verteilen. Den zweiten Boden darauf setzen. Nun den Rest der steifgeschlagenen Sahne da drauf verteilen und – ganz wichtig – mit den Ameisen, ähem, den Schokostreuseln verzieren. Fertig. Anschneiden klappt am besten, wenn die Torte eine Nacht eingefroren wurde und ihr im halbgefrorenen Zustand mit dem Messer zu Leibe rückt.

©Heike Vullriede

©Heike Vullriede


Hier noch mal alle wichtigen Links für heute:

Homepage Krimiwoche

Veranstaltung auf Facebook

Homepage Heike Vullriede

die Autorin auf Facebook

der Luzifer-Verlag auf Facebook

 

Vielen Dank fürs Lesen und denkt dran, es gibt noch viele tolle Veranstaltungen und Verlosungen, die Krimi- & Thrillerwoche geht noch bis 19.06.2016 🙂

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4 Kommentare zu “Krimi- & Thrillerwoche – Autorenvorstellung: Heike Vullriede

  1. Pingback: Interview auf “Das Niliversum” | Heike Vullriede

  2. Pingback: Krimi- & Thriller-Woche 2016: Mein Resumée und eine wahnsinnige Überraschung <3 | Das Niliversum

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