Thomas Dellenbusch „Liebe ist kein Gefühl“

Liebe ist kein Gefühl ©Sabine Kettschau/Niliversum

Liebe ist kein Gefühl
©Sabine Kettschau/Niliversum

Thomas Dellenbusch „Liebe ist kein Gefühl“

Autor: Thomas Dellenbusch
Titel: Liebe ist kein Gefühl
Erscheinungsdatum: 06.12.2015
Verlag: MeinKopfkino-Verlag
Medium: Taschenbuch
Preis: 6.95 Euro
Seitenzahl: 116
ISBN: 978-3981698756
Genre: Roman/Erzählung, Liebe/Erotik

Weitere Ausführungen:
Ebook: 1,99 Euro (kostenlos im KindleUnlimited!)
Hörbuch: 5,54 Euro (Download, kostenlos im Adible-Probemonat!)

Links:
Verlag
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Über den Autor/die Autorin:

Thomas Dellenbusch wurde 1964 in Düsseldorf geboren.

Der ehemalige Kriminalbeamte und jetzige Werbetexter schreibt und textet seit fast zwanzig Jahren aus unterschiedlichen Anlässen. Der Großteil der Anforderungen kam aus der Werbung. Darüber hinaus stammen aus seiner Feder jedoch auch öffentliche Reden für Minister, Gedichte für Mitmenschen, Drehbücher, Reflexionen, Spielregeln, Zeitungsartikel, Sketche und vieles mehr, was sich in lebendige Worte kleiden lässt.
(Quelle: Verlag)

Inhalt:

Nina wird 39. Und sie möchte diesen Tag nicht wie üblich so richtig feiern. Sie lässt sich in den Tag treiben und kann es selbst gar nicht richtig fassen, wohin sie das Schicksal dann führt. Und das nicht nur physisch, sondern auch ihr Denken, ihr Handeln. Und der Reiseleiter ist das Titelbild einer Psychologiezeitschrift.

Meine Meinung:

Hochinteressanter Tripp über Irland ins Herz

Selbst auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole, bitte trennt Euch auch hier von der Vorstellung, Ihr habt hier ein dünnes, lockerleichtes Liebesbüchlein in Händen. Auch hier gilt, wenn Ihr das könnt, dann schlagt es auf, heftet Euch an Ninas Fersen, verfolgt Ihre Reise zu sich selbst, löst Euch von festgefahrenen Ansichten und drückt mal kurz den Reset-Knopf für den Film, der sich „Liebe“ nennt. Ich glaube, das ist ein guter Weg, um sich diesem Buch zu nähern.

Der Titel hat mich erst mal stutzen lassen. Dieses Wörtchen in Rot „kein“ macht einen sehr neugierig. Was es damit wohl auf sich hat…

Nun, eine ganze Menge 🙂 Damit fängt alles für Nina an, wirklich total strange zu werden. Aber die Rebellin in mir fand das einfach nur grandios! Und ein Teufelchen auf meiner linken Schulter hat mir die ganze Zeit immer mal wieder zugeflüstert, ich sollte auch mal wieder die ganzen blöden Konventionen, mit denen wir uns heutzutage befrachten, einfach über Bord werfen und mal wieder irgendwas tun, was ich eigentlich nicht sollte 😉 Wäre nicht das erste Mal! Vielleicht ist auch das der Grund, warum ich so eine Freude an der Geschichte hatte und warum sie mich so gepackt hat.

Nina ist nicht leicht. Aber sie umgibt sich offenbar auch nicht unbedingt mit leicht zu „händelbaren“ Menschen, respektive Männern. Und das hat bei ihr Spuren hinterlassen. Aber nicht nur das, das Leben selbst hat Spuren hinterlassen. Die Gesellschaft, gewisse Normen, manchmal völlig absurde Vorstellungen. Und Nina startet just an ihrem Geburtstag, der ja generell ihr ganz allein gehören sollte, eine Reise wirklich zu sich selbst, zu dem, was sie ausmacht, was für sie Bedeutung hat. Ein ziemliches Abenteuer!

Klar, es gab einige Dinge, die ich nicht so toll fand, was sie getan hat, ihre Ansichten. Aber es sind ja auch nicht meine!

Genauso wenig, wie so einiges, was der „Held“ ihres Selbstfindungstripps in dieser Psychologiezeitschrift von sich gegeben hat. Aber es gab eben auch genau andersherum Dinge, die mich haben nicken lassen oder in einem stummen Zwiegespräch zu mir sagen lassen, genau, das hab ich so oder so ähnlich auch schon mal zu jemandem gesagt, der just am Scheitern einer Beziehung, eines Lebenstraums, einer Lebensplanung schier verzweifeln wollte.

Und diese Gedanken sind es, die einen ganz ganz nah in das Buch reinziehen. Plus wiederum dieser Geschichte von Nina, die einem Bild hinterherreist und einen Menschen und sich selbst am Ende finden wird, im wunderschönen Irland (ich gestehe, ich liebe dieses Land!) machen auch dieses Buch wieder zu etwas sehr besonderem.

Ich mag auch hier nicht allzu viel vom Inhalt preis geben, weil es für jeden wahrscheinlich doch noch mal eine Spur anders funktioniert. Nur so viel sei verraten, ich habe am Ende auch hier wieder feuchte Augen gehabt, war sehr sehr nachdenklich und habe tief geseufzt und zum Abschied noch mal über den Buchdeckel gestrichen. Aber ich bin mir sicher, ich werde Nina nicht das letzte mal begleitet haben!

Wem würde ich empfehlen, dieses Buch zu lesen? Eigentlich jedem, der sich schon mal mit Sinnfragen beschäftigt, auch mal alle geltenden Regeln hinterfragt, vielleicht ein bisschen Mut für etwas völlig verrücktes braucht oder vielleicht glauben nur andere, es wäre verrückt und man selbst sieht das anders, unsere Gesellschaft suggeriert nur was anderes. Doch Vorsicht, die reine Lesezeit mag 150 Minuten betragen, aber die tatsächliche (Lebens)Zeit, die man mit dem Buch verbringt, kann schon mal sehr viel länger betragen. Auch hier gibt’s eine klare Empfehlung von Herzen!

Fazit:

Auf den ersten Blick eine total verrückte Liebesgeschichte, auf den zweiten ein ziemlich tiefgreifendes Buch, welches mehr berührt, als zunächst gedacht.

Bewertung:

5 von 5 Nilpferden

Danke an Thomas Dellenbusch für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Weitere Titel des Autors:

Der Weichensteller
Das Testament
Der Nobelpreis
Der Matrjoschka Code
Chase. Jagd auf die stumme Dichterin (meine Rezension)
Verstecktes Herz (meine Rezension)

Sonstige Veröffentlichungen (siehe Verlagshomepage)

Diese Rezension erscheint auch hier:

Lovelybooks
Amazon
Rezi-Online
MyCrits
Campus Libris – Literatur en Blog
Goodreads

© Sabine Kettschau/Niliversum

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2 Kommentare zu “Thomas Dellenbusch „Liebe ist kein Gefühl“

  1. hey, ich muss ja gestehen, dass ich sehr wenig lese, zumindest was bücher betrifft, bin dir aber sehr dankbar für diesen tipp.

    übrigens, das armband was du so magst ist von pippa&jean, kann man auch als kette tragen- ist eines meiner lieblinge :).

    liebe grüße und ein schönes wochenende wünsche ich dir!

    Gefällt 1 Person

  2. Pingback: Thomas Dellenbusch „CHASE – Jagd auf einen König“ | Das Niliversum

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