Jean-Pascal Ansermoz „Regensymphonie“

©Sabine Kettschau/Niliversum

Jean-Pascal Ansermoz „Regensymphonie“

Autor: Jean-Pascal Ansermoz
Titel: Regensymphonie
Erscheinungsdatum: 19.07.2017
Verlag: KopfKino-Verlag
Medium: Ebook
Preis: 2,99 Euro (Kindle)
Seitenzahl: 116
ISBN: 978-3-9818651-3-4
Genre: Erzählung

Weitere Ausführungen:
Taschenbuch: 6,95 Euro
Hörbuch: bald

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Über den Autor/die Autorin:

Jean-Pascal Ansermoz wurde 1974 als Schweizer in Dakar (Senegal) geboren. Erst Anfang der Achtzigerjahre kam er in die Schweiz zurück, schloss seine Schulzeit mit dem Abitur in Basel ab, bevor er in Lausanne sein Studium in Angriff nahm.

Er ist einer, der mit Leichtigkeit über den Röschtigraben springt, schrieb er doch bis 2009 nur in französischer Sprache. Weltenbürger, Romand und Deutschschweizer in einem: Ein Autor mit Hang zum Literarischen, aber auch zu Poetischem, Alltäglichem und Besonderem. Er lebt als freischaffender Autor in Düdingen bei Freiburg in der Schweiz.
(Quelle: Verlag)

Inhalt:

Kadir und seine Schwester Alima stranden nach ihrer Flucht aus Syrien in einem Flüchtlingslager in Italien. Sie wurden von ihrem Bruder getrennt, ihre Eltern blieben zurück. Doch das Leben, das sie dort erwartet, ist nicht das, was sich die Geschwister wünschen. Kadir lernt einen Erwachsenen Flüchtling namens Namid kennen, der sofort erkennt, dass der Junge leidet und er dringend der Aufmunterung bedarf.

Doch dann explodiert eine Gasflasche und alles scheint anders…

Plus Bonusgeschichte: „Die Summe unseres Lebens“

Meine Meinung:

Das Leben passiert

Tiiief Luft holen… Das war das erste, was ich tat, als ich die beiden Erzählungen beendet hatte. Aber ich fang denn doch lieber ganz von vorn an 🙂

Das Cover und der Titel passen sehr gut zusammen. Nur mein Hirn hat in einer Tour aus „Regensymphonie“ RegenBOGENsymphonie gemacht. Ernsthaft! Diese Wirkung hat es auf mich schon bevor ich überhaupt eine Zeile gelesen habe.

Und wieder muss ich darauf hinweisen: Lasst Euch von der Kürze nicht täuschen! Hier liegt wieder -wie eigentlich bisher immer im KopfKino-Verlag ein Titel vor, der keine Länge braucht, keinen dicken Wälzer, um Eindruck zu hinterlassen, Spuren im Regenmatsch quasi, um mal ganz beim Autor zu bleiben.

Selten habe ich eine so bunte, bildhafte Sprache erlebt, wie hier. Die Bilder, die er mit Worten malt, sind so unsagbar plastisch, realistisch, dass es schon fast unheimlich ist. Das ist eine Kunst und kommt hier wirklich ganz locker leicht daher, dass mans gar nicht glauben mag!

Die Haupterzählung spielt ja nun in einem Flüchtlingslager. Jeder von uns kann mit dem Begriff etwas anfangen, hat direkt Bilder vor Augen, Zeltstätte, voll von Traurigkeit, Hoffnung und Angst, Unsicherheit, Zweifeln… Tja und da hinein pflanzt der Autor eine Geschichte, die damit nur ansatzweise etwas zu tun hat. Weil die Personen da nunmal derzeit leben. Aber wie Namid so schön sagt: Das Leben passiert. Ganz egal, wo man ist, in welcher Situation auch immer.

Womit ich wieder auf mein Hirn komme, dass da eine RegenBOGENsymphonie erschaffen hat… denn genau das ist diese Erzählung. Wie ein Regenbogen, der ganz viel Hoffnung in sich trägt. Für jeden, egal in welcher Situation man sich auch immer befindet.

Das gleiche gilt für die Bonusgeschichte, die ich auch ganz toll fand, die mein Herz erreicht hat, mich mit einem Lächeln und eben dem tiefen Luftholen zurückgelassen hat. Und dann musste ich mal schnell meinen Mann an mich drücken 😉

Es ist gut, dass ich Urlaub habe und mich so richtig auf das Buch einlassen konnte, auf zwei Geschichten, zwei unterschiedlichen Leben, die so real wirken, als wären es die Geschichten von Menschen gleich ums Eck.

Falls Ihr es lest, bitte achtet mal auf diese unsagbar schöne Sprache, die der Autor benutzt, um Dinge darzustellen, Situationen, Momente. Ich bin immer noch ganz hin und weg und würde ich mir jetzt Zitate rausschreiben wollen, die mir besonders gut gefallen haben, könnt ich eigentlich das ganze Buch abschreiben!

Fazit:

Zwei sehr gefühlvolle Erzählungen mitten aus dem heutigen Leben, die getragen von einer wunderbaren Sprache das Herz erreichen und vielleicht auch zum Nachdenken anregen!

Bewertung:

5 von 5 Nilpferden

Dickes Danke an KopfKino-Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Weitere Titel des Autors:

Siehe Autorenhomepage

Diese Rezension erscheint auch hier:

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© Sabine Kettschau/Niliversum

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5 Kommentare zu “Jean-Pascal Ansermoz „Regensymphonie“

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