Crime Day 2017: Interview mit Martin Krist

Heute ist es so weit!!!! Seit heute morgen läuft der CRIME DAY 2017, organisiert von der Agentur Mainwunder!!! Jetzt kommt das tolle Interview mit Martin Krist für Euch!

Ich freue mich sehr, Euch in Zusammenarbeit mit Rebecca vom Blog Always Read on the light Side of Life ein Interview mit Martin Krist präsentieren zu dürfen!

Doch, wer ist Martin Krist? Eine Kurzbiografie erzählt Euch etwas mehr über ihn:

Martin Krist, geboren 1971, lebt als Schriftsteller in Berlin. Er arbeitete viele Jahre als leitender Redakteur bei verschiedenen Zeitschriften. Seit 1997 ist er als Schriftsteller tätig. Nach mehr als 30 Sachbüchern, darunter die Biografie über die Hamburger Kiez-Ikone Tattoo-Theo, die Punk-Diva Nina Hagen, den Rap-Rüpel Sido, die Grunge-Ikone Kurt Cobain und den gewaltlosen Rebell Mahatma Gandhi schreibt er seit 2005 Krimis und Thriller.
(Quelle: Martin Krist)

Also macht es Euch gemütlich, jetzt steht Martin Krist Rebecca und mir Rede und Antwort 🙂

Rebecca:
Deine Bücher haben immer mehrere Handlungsstränge. Entwickelst du alle gleichzeitig oder nacheinander? Und wieviel Zeit nimmt das Plotten in der Regel ein?

Martin Krist:
Das Plotten eines Thrillers ist ein Prozess von zwei bis drei Monaten. In dieser Zeit mache ich – während des Gassigehens,   Lesens, im Kino, im Restaurant, beim Bingewatching, eigentlich immer und überall  – nichts anderes als mir Gedanken über   die verschiedenen Handlungsebenen, über die Figuren, deren Charakter, Erlebnisse, über Gefahren, Überraschungen, Wendungen – und den finalen Clou. Alles  gleichzeitig, denn schließlich muss am Ende auch alles zueinander passen. Für mich sind diese zwei bis drei Monate der eigentliche kreative Prozess.Wenn die Geschichte steht, muss sie nur noch geschrieben werden  – jede Handlungsebene für sich, und zwar nacheinander, damit ich best- und tiefstmöglich in die jeweilige Figur eintauchen kann. Dieses Schreiben ist dannnur Handwerk. Wenn überhaupt besteht die Kunst darin, die Ereignisse für die Leserinnen und Leser ganz natürlich und alltäglich zu erzählen, und nicht so, dass sie sich wie konstruiert lesen.

Rebecca:
Wie muss man sich eine typische Schreibsituation bei Martin   Krist   vorstellen?   Tür   zu,   Telefon   aus? Background-Musik? Und fällt es dir sehr schwer, dich selbst dabei zu disziplinieren?

Martin Krist:
Disziplin ist mein zweiter Vorname. Nein, ernsthaft: Ich arbeite 2017 seit zwanzig Jahren als freiberuflicher Schriftsteller, davor zehn Jahre als Journalist. Und davor, als kleiner Junge und als Teenager, habe ich davon geträumt, als Autor tätig zu sein. Die Begeisterung, der Wille, die Selbstdisziplin, mich jeden Tag aufs Neue hinzusetzen und gute Geschichten zu schreiben, wurden mir also quasi mit der Muttermilch eingeflößt.
Und ja, es gibt eine typische Schreibsituation: 14 Uhr, ein Schokoladenriegel Milka Haselnuss, ein Glas eisgekühlte Coke Zero, Telefon aus, Tür zu, Stille. Unbedingt. Und dann stundenlang schreiben.

©Martin Krist

 

Sabine:
Könntest Du Dir vorstellen, in einem gänzlich anderen Genre zu schreiben? Wenn ja, in welchem?

Martin Krist:
In gewisser Weise schreibe ich ja in anderen Genres. Unter meinem zweiten Pseudonym Christoph Brandhurst schreibe ich harte Erotik beziehungsweise BDSM-Ratgeber. Und als Marcel Feige, mein richtiger Name, verfasse ich Sachbücher (Lifestyle, Szene, Musik) sowie Biografien, zum Beispiel über Nina Hagen, Sido, Kurt Cobain oder zuletzt Mahatma Gandhi.

Sabine:
Wenn z.B. ein Buch von Dir verfilmt werden sollte, welches würdest Du Dir wünschen und wer sollte die Hauptrolle(n) spielen?

Martin Krist:
Ich würde mir wünschen, dass DRECKSSPIEL verfilmt wird, der erste Band meiner David Gross-Reihe. Ich könnte mir den Roman auch als Fernsehserie vorstellen, weil er so vielschichtig und komplex ist. ENGELSGLEICH, Band 2, wäre dann Staffel 2. Und BRANDSTIFTER die Staffel 3. Und die Hauptrolle, also David Gross – die sollte Matthew McConaughey übernehmen. Perfekt!

©Martin Krist

Sabine:
Schaust Du Dir Buchverfilmungen an? Kritisch? Oder kannst Du beides gut voneinander trennen?

Martin Krist:
In letzter Zeit schaue ich mir Buchverfilmungen eher seltener an, weil sie mich immer wieder enttäuscht haben. Zu  selten   reicht die Verfilmung an das Kopfkino heran, das ich beim Lesen hatte.

Sabine:
Du bist ja auch Stephen-King-Fan, gibt es ein Lieblingsbuch?

Martin Krist:
Ganz klar: ES. Kein Buch hat mich mehr geängstigt, mehr begeistert, mehr berührt, und mehr dazu bewogen, es auch als Schriftsteller zu versuchen. ES ist ein grandioses Buch, ein Meilenstein nicht  nur der Horrorliteratur.

©Martin Krist

Rebecca:
Wer dir in den sozialen Medien folgt, weiß, dass du dort sehr aktiv bist. Jeden Tag dürfen wir dich beim Gassigehen begleiten oder einen Blick in dein privates Bücherregal werfen. Findest du, dass es für Autoren, besonders für Selfpublisher, heutzutage notwendig ist, dermaßen präsent zu sein und den Lesern auch private Einblicke zu gewähren?

Martin Krist:
Unbedingt. Als Autor hängt dein Wohl und Weh von dem Engagement der Verlage ab. Leider lässt dies zunehmend zu Wünschen übrig. Also ist man selber gezwungen, auf sich und seine Bücher aufmerksam zu machen. Außerdem sind die sozialen Medien eine gute Gelegenheit, den Kontakt zu seinen Lesern und Fans zu halten. Und mit ihnen über meine Bücher zu diskutieren. Als Selfpublisher, gänzlich ohne Verlag, umso mehr.

Rebecca:
Im November erscheint mit „Böses Kind“ der Auftakt zu einer neuen Reihe um einen neuen Ermittler. Bist du mit Kalkbrenner und Gross jetzt durch, oder gibt es einen anderen Grund, weshalb du jetzt Frei auf den Plan schickst?

Martin Krist:
Auf keinen Fall bin ich mit Kommissar Kalkbrenner und David Gross durch. Es geht mit ihnen weiter, weil sowohl Kalkbrenner als auch Gross genügend Potential für noch mehr spannende Geschichten haben. Und die Geschichte von David   Gross ist mit BRANDSTIFTER sowieso noch nicht zu Ende erzählt. Aber wer meine Thriller kennt, der weiß – ich spiele mit meinen Hauptfiguren, degradiere sie manchmal zu Nebenfiguren, während andere in den Mittelpunkt der Geschichte rücken, oder lasse sie mal pausieren. Das macht es nicht nur für mich als Autor abwechslungsreicher. Außerdem mag ich die Herausforderung, und für mein Empfinden war es Zeit für einen dritten Helden im Martin Krist-Kosmos. Gut möglich, dass auch er irgendwann mal Kalkbrenner gegenübersteht. Oder er auf David Gross trifft.

Wer weiß …

 

©Martin Krist

 

Danke, Martin, dass Du Dir für unsere Fragen Zeit genommen hast!

Klingt doch alles sehr vielversprechend 🙂 Wir hoffen, Euch hat das Interview gefallen und überhaupt, Ihr genießt den ganzen Tag so sehr, wie wir! Vergesst nicht, Euch auf der Veranstaltungsseite umzugucken, es gibt ja auch noch gleich die Live-Lesung von Martin Krist (auf Facebook) und ein Gewinnspiel bei ihm! Und natürlich die anderen Lesungen und und und 🙂

Falls Ihr jetzt schon so neugierig seid, dass Ihr Euch mit den anderen Büchern von Martin Krist befassen möchtet, dann schaut Euch mal bei ihm auf der Homepage um, oder klickt Euch hier durch die Bücher 🙂

WutGierTriebDie Mädchenwiese

DrecksspielEngelsgleichKalte HautDer Tod steckt im Detail

MärchenwaldBrandstifterGood Boys

Coming soon (November 2017)

©Martin Krist

Einige Bücher habe ich von ihm ja auch schon genossen, meine Rezensionen:

Kalte Haut

Die Mädchenwiese

Drecksspiel

Jetzt bleibt mir nur noch, Euch heute beim Crime Day viel Spaß zu wünschen und hoffe, den ein oder anderen dort zu treffen 🙂

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7 Kommentare zu “Crime Day 2017: Interview mit Martin Krist

  1. Pingback: Crime Day 2017 – Auf einen Blick | Kerstins Kartenwerkstatt

  2. Hallo Bine, hallo Rebecca,

    da habt ihr euch ja richtig ins Zeug gelegt und ein tolles Interview auf die Beine gestellt. Besonders gefällt mir, dass er auch als Autor erkannt hat, dass Eigenengagement wirklich unabdingbar ist und Fans diesen Kontakt auch sehr zu schätzen wissen.

    Drachige Grüße
    Noctana

    Gefällt 1 Person

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