[Rezension/Werbung] Gereon Krantz „Unter pechschwarzen Sternen“

Unter pechschwarzen Sternen
©Sabine Kettschau/Niliversum

Gereon Krantz „Unter pechschwarzen Sternen“

Autor: Gereon Krantz
Titel: Unter pechschwarzen Sternen
Erscheinungsdatum: 06.11.2017
Verlag: Pro Talk
Medium: Taschenbuch
Preis: 14,90 Euro
Seitenzahl: 400
ISBN: 978-3939990444
Genre: Thriller

Weitere Ausführungen:
Ebook: 8,99 Euro

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Über den Autor/die Autorin:

Gereon Krantz, Jahrgang 1982, studierte Germanistik, Philosophie und Sinologie in Köln, Prag und Berlin. Er war als Lagerarbeiter, Archivaushilfe, Ashramhausmeister und Bartender tätig und lebt, schreibt und arbeitet heute in Köln.
(Quelle: Verlag)

Inhalt:

In Berlin geht offenbar ein grausamer Serienkiller um, der Freude daran hat, Frauen bestialisch unter Folter zu ermorden und danach dann fast schon künstlerisch zu inszinieren. Ob es sich nun um einen Geisteskranken oder einen Ritualmörder oder was auch immer handelt, sollen Harder und Vogt herausfinden. Die beiden stehen sich aber erst einmal gegenseitig mehr im Weg. Harder, der Schimanski-esk gerne mal buchstäblich Russisch Roulette spielt und Vogt, die schon sehr spießig anmutende, intelligente und ehrgeizige Kollegin, die kein gutes Haar an ihrem Partner lässt.

Viele Lösungswege tun sich auf, doch welcher ist der richtige. Das müssen die beiden schnellstens herausfinden, denn offenbar tickt für die weibliche Bevölkerung in Berlin eine Zeitbombe. Wann schlägt der Killer wieder zu…

Meine Meinung:

Debüt mit Schimanski-Note

Man möge mir den Vergleich verzeihen, aber es gab nun einmal Stellen in der Geschichte, da war ich sofort an unseren Duisburger Kult-Kommissar erinnert! Ob gewollt oder doch nicht, kann ich von hier aus nicht beurteilen, aber auch wenn ich Schimanski ansich sehr liebe, für mich war es in der Geschichte hier einfach too much, zu klischeehaft. Zumindest bis zur Hälfte des Buches.

Bis dahin hat es mich etwas gehemmt, genervt fast schon, und ich dachte etliche Male „Bitte, lass gut sein!“. Irgendwann wie gesagt zur Mitte hin wars dann auch wirklich besser und ab dem Zeitpunkt hat es mich in die Geschichte reingesogen.

Gelockt hat mich allerdings zunächst mal das Cover mit der Kurzbeschreibung. Meine Güte, das klang so nach einem „Muss ich lesen“, das war schon nicht mehr feierlich 😉 Und deswegen freute ich mich auch wirklich sehr, dass ich für Spread & Read mal wieder einen Titel lesen durfte und dann auch noch so einen!

Der Bezug zum Cover findet sich eigentlich recht flott in der Geschichte, denn so einen Widderkopf hat die erste Leiche auf ihren Schultern, als sie gefunden wird. Gruselig, ekelig, mich aber in seinen Bann ziehend 😉 Wie immer, so was krankes reizt mich!

Und wenn man mal von den wie gesagt erst mal sehr nervigen Eskapaden von Harder absieht und erst recht von dem Geplänkel zwischen Vogt und ihm, dann wird die Spurensuche, das Ermitteln ein echter Spaß! Genau mein Ding! Und als dann Harder endlich zeigen konnte, was er wirklich drauf hat, da wurde es wirklich richtig richtig gut!

Neben Harder und Vogt, den beiden ermittelnden Hauptfiguren, gibt es natürlich noch andere Figuren. Diese sind sehr gut dargestellt, man sieht sich direkt vor sich. Genau wie die Locations in Berlin. Sowas macht ja was mit dem Leser, wenn man die Örtlichkeiten im Kopfkino wirklich vor sich sieht. Wenn das man nicht die halbe Miete ist 🙂

Mir hat auch der Stil des Autors sehr gefallen. Es lässt sich alles leicht lesen, man gerät nicht unnötig ins Stocken durch ellenlange Sätze und der Spannungsbogen wird konitnuierlich bis zum Nervenzerreißen aufgebaut. Das lässt wirklich hoffen. Denn wie ich erfahren habe, wird es noch weitergehen mit Harder und Vogt 🙂 Und ganz klar, da bin ich denn auch sicherlich wieder mit dabei!

Fazit:

Ein super erdachter Thriller mit leichten Startschwierigkeiten, der aber dann doch seinen unwiderstehlichen Sog entwickelt!

Bewertung:

4 von 5 Nilpferden

Danke an Spread & Read und Pro Talk Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Diese Rezension erscheint auch hier:

Lovelybooks
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bücher.de
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© Sabine Kettschau/Niliversum

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